Julius Motteler


Es soll hier eines überragenden Mannes gedacht werden, welcher wesentlich zur Entwicklung der Idee einer gerechten Gesellschaft beigetragen hat. Ursprünglich vom Gedankengut des Liberalismus befangen, führte seine Entwicklung unter dem Eindruck der katastrophalen Lage der Arbeiter in Crimmitschau und im Zusammenwirken mit August Bebel und Wilhelm Liebknecht über bürgerlich-demokratische Positionen schließlich zum Einsatz seines gesamten Lebens für die Besserung der Lage der arbeitenden Bevölkerung, insbesondere auch für die Rechte der Frauen, gegen die seinerzeit übliche Kinderarbeit.

Julius Motteler ist der Namenspatron unsere Ortsvereins und gilt uns heute noch mit seinem Wirken als Leitbild.


  • geboren: 1838 in Esslingen am Necker
  • gestorben: 1907 in Leipzig

  • Beteiligung an der Gründung von Arbeiterorganisationen in Crimmitschau
  • 1866 Mitbegründer der sächsischen Volkspartei
  • 1869 Gründer und Führer der ersten Fabrikarbeitergewerkschaft mit Zentralsitz Crimmitschau
  • 1869 Mitbegründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei ("Eisenacher")
  • Mitgründer und -herausgeber des "Crimmitschauer Bürger- und Bauernfreundes"
  • Reichstagsabgeordneter der Sächsischen Wahlkreise 18 (Zwickau)  und 12 (Leipzig)
  • Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen, Einsatz gegen die Kinderarbeit
  • Leiter der Abwehrorganisation ("die Schwarze Maske") gegen den Bismarck'schen Spitzelapperat
  • Langjähriger Leiter des sozialdemokratischen Parteiarchives in London
  • Geschäftsfüher der "Leipziger Volkszeitung" nach Rückkehr aus dem Exil